Tarifvertrag bundesbank

Die ausgehandelte Lohnsatzstatistik der Deutschen Bundesbank verfolgt die Entwicklung der ausgehandelten Löhne in allen Schlüsselsektoren der deutschen Wirtschaft. Die Daten stammen aus rund 500 Tarifverträgen und Regelungen zur Beamtenbesoldung in rund 40 Sektoren, die knapp 20 Millionen Beschäftigte (Arbeitnehmer, Angestellte und Beamte) umfassen. Das entspricht etwa der Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland. Die monatlichen Indexniveaus werden für die Wirtschaft insgesamt und für den Produktionssektor (einschließlich Baugewerbe) ermittelt. Zu diesem Zweck werden die branchenspezifischen ausgehandelten Löhne, gemessen an der jeweils repräsentativen Lohnstufe (auf die sich die standardisierten Lohnempfänger in ihren Tarifverträgen beziehen), in den einzelnen Wirtschaftssektoren entsprechend verdichtet. Die Politik der Bundesbank war damals der Inflationsbekämpfung gewidmet, die Politik der EZB heute ist der Bekämpfung der Deflation gewidmet, aber dieser Unterschied kann die Verwässerung des Preisstabilitätsmandats der EZB, das dem Urteil des GFCC innewohnt, kaum rechtfertigen. Das Mandat für „Preisstabilität“ umfasst sowohl die Bekämpfung der Inflation als auch die Bekämpfung der Deflation, und die Erfahrungen mit der Inflation 1923 und der Deflation 1931 zeigen, dass beides erforderlich ist. Arbeitnehmer und Beschäftigung, Gewerkschaften und Tarifrechte werden in dem aktuellen Urteil, das nur Bedenken deutscher EZB-Kritiker auflistet, nicht erwähnt. Wenn die EZB jedoch aufgefordert wird, andere Bedenken als die Preisstabilität zu berücksichtigen, wird sie auch die Auswirkungen ihrer Politik auf die Arbeitnehmer berücksichtigen müssen. Darüber hinaus wird sie die Sorgen der Menschen in anderen Mitgliedstaaten berücksichtigen müssen, nicht nur in Deutschland. Schließlich geht es um eine einheitliche Geldpolitik für die gesamte Währungsunion. Je mehr Bedenken berücksichtigt werden, desto problematischer werden jedoch die notwendigen Gewichtungen und Werturteile.

Die Verfasser des Bundesbankgesetzes und des Maastrichter Vertrags haben dieses Dilemma vermieden, indem sie das Mandat der Zentralbank auf das Streben nach Preisstabilität beschränkten. In diesen Jahrzehnten isolierte die Kombination aus Preisstabilitätsmandat und Unabhängigkeit der Bundesbank die Geldpolitik von politischem Druck, einschließlich des Einflusses von Gewerkschaften, Industrieverbänden und ihren Verbündeten in der Politik – ganz im Einklang mit dem, was in der Maastricht-Entscheidung des GFCC von 1993 argumentiert wurde. Die Betroffenen, Gewerkschaften, Industrieverbände, die Bundesregierung und der Bundestag mussten die Politik der Bundesbank als Selbstverständlichkeit für ihr eigenes Handeln hinnehmen. Nach der Logik des aktuellen Urteils hätte die Bundesbank jedoch prüfen müssen, ob die geldpolitischen Maßnahmen, die sie zur Inflationsbekämpfung ergriffen hat, nicht übermäßig in die Grundrechte der Arbeitnehmer und Der Gewerkschaften eingreifen, da sie den Umfang ihrer Möglichkeiten in Tarifverhandlungen einschränkt. Ihr Gehalt basiert entweder auf den Beamtenregelungen der Zentralregierung oder dem Tarifvertrag der Deutschen Bundesbank, der auf dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst basiert. Wenn Sie als Angestellter zu uns kommen, haben Sie die Möglichkeit, Beamter zu werden, abhängig von Ihrer Leistung und anderen Faktoren. Neben einem Grundgehalt erhalten Sie als Mitarbeiter in unserer Zentrale und in den Regionalbüros eine Bankzulage. Je nach familiären Verhältnissen werden auch weitere Zulagen gezahlt. Ihr nachfolgendes Gehalt hängt von Ihrer Berufserfahrung und Ihrer Karriere ab. Herausragende Leistungen werden auch finanziell belohnt, zum Beispiel in Form von Boni.

Unser attraktives Gesamtpaket beinhaltet auch Mitarbeiterkredite. Natürlich ist die Unterscheidung zwischen Währungs- und Wirtschaftspolitik in den europäischen Verträgen verankert, wobei die Zuständigkeiten zwischen der EZB und den Mitgliedstaaten getrennt sind. In den Verträgen steht jedoch nicht, dass diese Trennung von den Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen abhängt, wie die GFCC behauptet.